RICHTLINIEN ZUR PATIENTENAUSWAHL FÜR DIE CHIRURGISCHE BEHANDLUNG BEI EXTREMER ÜBERGEWICHTIGKEIT

Ein Körpermasseindex (BMI) von 40 kg/m² oder darüber, stellt eine klinisch schwere Über-gewichtigkeit dar, die eine medizinische Behandlung erfordert und eine operative Behandlung rechtfertigt, wenn dies vom Patienten gewünscht und andererseits vom behandelnden Chirurgen akzeptiert wird.

Patienten mit einem BMI von 35 - 40 sollten für eine operative Behandlung in Erwägung gezogen werden, wenn sie Begleiterkrankungen haben, die erheblich durch einen Gewichts-Verlust gebessert werden könnten. Zuckerkrankheit und Bluthochdruck sind z.B. zwei Faktoren, die bei hartnäckigem Übergewicht schwer unter Kontrolle zu halten sind.

Da für die Allgemeinheit schwer ist Sinn und Auswertung der BMI-Richtlinien zu verstehen, wurden diese von den jeweils nationalen Versicherungsgesellschaften in leichter verständlichen Daten nach Grösse und Gewicht erstellt.

Man kann nun einer dieser Richtlinien folgen:

Der Patient sollte einen Körpermasseindex (BMI) von 40 kg/ m² oder darüber, bzw. 45 kg oder mehr über dem Idealgewicht in Übereinstimmung mit einer Körpergewichtstabelle je nach Körperkonstitution haben ( ein BMI von 40 entspricht ungefähr einem Übergewicht von 45 kg über dem Idealgewicht bei normaler Grösse ).

Falls der Patient ein BMI zwischen 35 und 40 kg/m² hat ( also weniger als 45 kg über dem Idealgewicht), so sollte ein ernstes medizinisches Problem bestehen, das eine Gewichtsabnahme erfordert, um das Risiko einer vorgeschlagenen Operation zu rechtfertigen.

Der Patient muss imstande sein für sich selbst zu sorgen, oder entsprechende Pflege haben, um eine notwendige Nachbehandlung zu sichern. Die Prognose des Patienten bei einer gegebenen Gewichtsreduktion soll das Risiko einer Behandlung rechtfertigen.

(nach I.F.S.O.)