INFORMATIONEN ZUR BEHANDLUNG DER KRANKHAFTEN ADIPOSITAS MIT DEM IMPLANTIERBAREN GASTROSTIMULATOR (IGS®) SYSTEM
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Adipositas
ist eine chronische lebenslange Erkrankung mit zahlreichen
Begleiterscheinungen. Bei Ärzten und Gesundheitspolitikern spielte die
Adipositas bisher eine eher untergeordnete Rolle und wurde lediglich als
Risikofaktor für eine Reihe von anderen Erkrankungen, wie Bluthochdruck,
Diabetes und Gefäßerkrankungen gesehen. Mittlerweile wird die Adipositas
auch von der WHO (Weltgesundheits Organisation) als eigenes Krankheitsbild
mit gesteigerter Morbidität und Mortalität, das nicht zuletzt wegen der
ständig steigenden Anzahl an Betroffenen an Bedeutung gewinnt, anerkannt.
Principal
Investigator, Multycentric IGS™ trial 0-01, site # 2
Vorstand
der Chirurgie Krankenhaus
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34 A-4500
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Körpermassenindex-Tabelle BMI-Berechnung (neu) | |||||
| Einleitung | ||||||
| Das IGS-System | ||||||
| Implantation des IGS-Systems | ||||||
| Nach der Operation | ||||||
| Leben mit dem IGS | ||||||
| Austausch des IGS-Systems | ||||||
| Häufig gestellte Fragen | ||||||
Ihr persönlicher body mass index (BMI)
BMI (body mass index): Kg/m²
Der normale BMI bewegt sich zwischen 15 und 25 Kg/m² und wird durch eine Verbindungslinie zwischen Körpergröße und Körpergewicht ermittelt.
Dieses Handbuch soll Ihnen helfen, das Implantierbare Gastrostimulator-(IGS™)-System besser zu verstehen. Gastrostimulation (Magenstimulation) ist eine neue Therapie zur Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit), bei der schwache elektrische Signale an die Magenwand gesandt werden. Die tatsächliche Wirkungsweise und der genaue Mechanismus, durch den Gastrostimulation zur Gewichtsabnahme führt, sind noch nicht vollständig bekannt. Sie wurden als Kandidat für die Gastrostimulation ausgewählt, da Sie an einer Krankheit leiden, die als pathologische Adipositas bekannt ist, und da andere Maßnahmen, wie z. B. Diät, Sport, Änderung der Lebensweise oder pharmazeutische Mittel zur Gewichtsreduktion, entweder keinen Erfolg gebracht haben oder für Sie nicht in Frage kommen. Viele Menschen leiden unter Fettleibigkeit: Nach Schätzungen sind mehr als ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung der USA fettleibig bzw. übergewichtig, d. h. ihr Gewicht übersteigt die für ihren Körperbau und ihre körperliche Aktivität notwendigen Werte. Der Begriff pathologisch bedeutet "ungesund" oder "krankhaft". Ungefähr 3 % der erwachsenen US-Bürger leiden unter pathologischer Adipositas. In Europa leidet etwa 1% der Bevölkerung an krankhafter Fettleibigkeit.
Ihr Arzt ist der Ansicht, daß Sie abnehmen müssen, da das übermäßige Gewicht Ihren allgemeinen Gesundheitszustand beeinträchtigt und das Risiko anderer gesundheitlicher Probleme erhöht. Das IGS-System soll Ihnen helfen, Gewicht abzunehmen, damit Sie die von Ihnen und Ihrem Arzt gesetzten Ziele erreichen können. Sie sollten Ihre Lebensweise nicht ändern müssen und weiterhin uneingeschränkt Ihren normalen täglichen Tätigkeiten nachgehen können. Bitte lesen Sie dieses Handbuch sorgfältig durch, damit Sie wissen, was Sie von der Operation, Genesung und Therapie zu erwarten haben. Dieses Handbuch gibt außerdem Antworten auf die häufigsten Fragen von Patienten und enthält ein Glossar mit Begriffsdefinitionen.
Das IGS-System besteht aus einem Implantierbaren Gastrostimulator (IGS) und einem Leitungsdraht (siehe Abb. 1) sowie einem für den Arzt bestimmten Programmiergerät, Lesestift und Softwarepaket. Der IGS ist ungefähr so groß wie eine Taschenuhr (60 mm x 54 mm x 10,3 mm) und wiegt ca. 55 g. Der Leitungsdraht hat einen Durchmesser von 3 mm und eine Länge von 38,5 cm.
IGS und Leitungsdraht bestehen aus Materialien und Komponenten höchster Qualität, die schon seit langer Zeit in anderen implantierbaren elektronischen Geräten verwendet werden. Die Materialien sind mit dem menschlichen Körper biokompatibel, d. h. sie sollten keine allergische Reaktion hervorrufen. Die Geräte werden in sterilem Zustand in den Körper des Patienten eingepflanzt.
Der IGS enthält eine Batterie sowie elektrische Schaltkreise, mit deren Hilfe elektrische Impulse erzeugt und über den Leitungsdraht zum Magen des Patienten geleitet werden. Der Leitungsdraht ist ein isolierter elektrischer Draht mit zwei in der Nähe der Spitze angebrachten Elektroden. Die Elektroden werden in der Muskulatur der Magenwand befestigt. Der IGS wird unter dem Brustkorb in eine flache Tasche in der Bauchwand gelegt (siehe Abb. 2). Er kann auch wie ein Herzschrittmacher unter der Haut der Brustwand angebracht werden. Mit dem IGS-Programmiergerät, dem IGS-Lesestift und der Software, die in der Arztpraxis oder im Krankenhaus bleiben, wird der Betrieb des IGS programmiert, eingestellt und beobachtet.
Die Implantation des IGS und des Leitungsdrahtes ist ein chirurgischer Eingriff, der im Normalfall weniger als eine Stunde dauert. Der Patient muß während der Operation in Vollnarkose sein. Sie erhalten von Ihrem Arzt spezielle Anweisungen zur Vorbereitung auf die Operation. Die Einpflanzung des IGS erfolgt mit Hilfe eines Laparoskops. Dabei handelt es sich um einen langen, dünnen Schlauch mit einer Kamera zur Beobachtung der inneren Organe, der durch kleine Öffnungen im Bauch des Patienten eingeführt werden kann. Damit kann Ihr Arzt die Operation ohne große Einschnitte durchführen.
Obwohl der IGS im Normalfall mit Hilfe eines Laparoskops eingepflanzt wird, kann aus technischen Gründen oder aufgrund von unvorhergesehenen, bei der Operation eintretenden Ereignissen ein komplizierterer, unter der Bezeichnung offene Laparotomie bekannter Eingriff notwendig sein. Dieser Eingriff ist schwieriger und erhöht das Risiko von Wundinfektionen und Narbenbrüchen, die weitere Operationen erforderlich machen könnten.
Sobald sich der Patient im Operationssaal befindet, werden vier "Eingänge" auf seinem Magen markiert. Einer ist für die Kamera, ein anderer für den Leber-Retraktor bestimmt, und zwei dienen dem Chirurgen zur Plazierung des Leitungsdrahtes und
Gerätes. Zuerst wird der Leitungsdraht implantiert, der dann an den IGS angeschlossen wird. Der Arzt überprüft mit dem Programmiergerät und der Software, daß beide Komponenten richtig funktionieren. Die Batterie und die Elektronik des IGS
werden getestet. Der Arzt überprüft außerdem, ob die stimulierenden Impulse richtig zwischen den beiden Elektroden quer über die Magenmuskulatur fließen. Am Ende der Operation wird der IGS so programmiert, daß er ausgeschaltet bleibt, damit sich die Magenwand vor der Stimulation erholen kann. Danach werden die Produktnummer des Gerätes und das Implantationsdatum programmiert, und der IGS wird in eine Tasche im Bauch oder in der Brust des Patienten eingepflanzt. Bei unkompliziertem Verlauf der Operation und der postoperativen Erholung kann der Patient innerhalb von 24 Stunden nach der Operation entlassen
werden.
Sie können im Normalfall innerhalb von 30 Minuten nach dem Verlassen der Aufwachstation aufstehen und zu gehen anfangen. Das medizinische Personal wird Ihnen jederzeit behilflich sein. Sie sollten sich bereits duschen können, wenn Sie aus dem Krankenhaus entlassen werden. Vor Ihrer Entlassung wird unter Umständen der obere Magen-Darm-Bereich geröntgt, um die Position der IGS-Komponenten zu bestimmen und sicherzustellen, daß es zu keiner Durchbohrung aller Magenschichten kam. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werden Sie dazu aufgefordert, Ihre tägliche Gehdistanz schrittweise zu erhöhen. Sie sollten allerdings vom Bücken, Heben schwerer Gegenstände sowie von anstrengender sportlicher Betätigung Abstand nehmen, solange dies von Ihrem Arzt verboten wird. Wenn der Arzt die Einschnitte mit kleinen Pflasterzugverbänden
geschlossen hat, werden Sie wahrscheinlich angewiesen, diese am zehnten Tag nach der Operation zu entfernen.
Sie sollten sich in der Genesungsphase nach der Operation allmählich besser fühlen. Suchen Sie unverzüglich den
Arzt auf, falls die Genesung stagniert und Sie anfangen, sich schlechter zu fühlen, oder falls Sie nach der
Operation eines der folgenden Symptome bemerken:
• Schwellung, erhöhte Druckempfindlichkeit, Rötung oder Brennen im Bereich des implantierten IGS;
• Fieber, Schüttelfrost oder ein allgemeines, unerklärliches Krankheitsgefühl;
• Anhaltender Durchfall und/oder Brechreiz bzw. anhaltendes Erbrechen.
Sie erhalten bei Entlassung aus dem Krankenhaus einen vorläufigen Ausweis, den Sie immer bei sich tragen müssen (siehe Seite 5). Innerhalb von zwei Monaten nach der Operation erhalten Sie einen ständigen Ausweis.
Wenn Sie das Krankenhaus verlassen, ist der IGS so programmiert, daß er ausgeschaltet bleibt, damit sich Ihr Magen erholen kann. Nach ein bis vier Wochen werden Sie von Ihrem Arzt zu einer Kontrolluntersuchung bestellt, bei der das Gerät auf das Aussenden elektrischer Impulse programmiert wird.
Bei Ihrem ersten Arztbesuch nach der Operation werden die Schnittwunden kontrolliert, um sicherzustellen, daß sie richtig heilen. Ihr Gewicht und Blutdruck werden gemessen. Es wird Ihnen Blut für Laboruntersuchungen abgenommen. Das Gerät wird überprüft, um sicherzustellen, daß es richtig funktioniert. Bei diesem Besuch wird das Gerät auf das Aussenden von stimulierenden Impulsen programmiert.
Nach diesem ersten Arztbesuch werden Sie mindestens einmal pro Jahr zu einer Kontrolluntersuchung bestellt.
Der Gastrostimulator wird mit der entsprechenden Seite nach oben eingepflanzt, damit eine einwandfreie
Kommunikation mit dem Programmiergerät in der Arztpraxis gewährleistet wird. Sie dürfen das unter der Haut liegende Gerät niemals bewegen, verbiegen oder verdrehen. Dies könnte eine Beschädigung des Leitungsdrahtes und/oder der Leitungsverbindung zur Folge haben. Normale Körperbewegungen sollten den Leitungsdraht, der vom IGS zu den in Ihrer Magenwand implantierten Elektroden führt, nicht beschädigen.
5
. Leben mit dem IGS5.1 Was zu erwarten ist
Die meisten Patienten fühlen nichts während einer Gastrostimulation. Falls Sie im Bereich, in dem das Gerät eingepflanzt wurde, ein Kribbeln verspüren, sollten Sie Ihren Arzt informieren. Jede Person reagiert anders auf die Gastrostimulation. Sie sollten Ihre Beobachtungen dem Arzt mitteilen. Nachdem das Gerät auf die Aussendung stimulierender Impulse programmiert wurde, sollten Sie feststellen, daß Sie sich mit weniger Nahrung satt fühlen als zuvor. Sie müssen sich keine Sorgen machen, daß Sie unterernährt werden, da es bei der Gastrostimulation im Gegensatz zur Darm-Bypass-Operation, die als Therapiemaßnahme bei fettleibigen Patienten durchgeführt wird, zu keiner Störung der Nährstoffaufnahme kommt. Wenn Sie sich ausgeglichen ernähren und an keiner Krankheit leiden, die die Aufnahme von Nahrung beeinträchtigt, gibt es keinen Grund, warum Sie unterernährt werden sollten. Gastrostimulation kann Sodbrennen, Magenknurren, unangenehme Empfindungen infolge der erhöhten Aktivität des Verdauungssystems sowie einen unregelmäßigen, von Verstopfung bis Durchfall reichenden, Stuhlgang zur Folge haben. Sie werden sich u. U. unwohl fühlen, wenn Sie zu viel essen, und bestimmte Nahrungsmittel, die Sie früher problemlos essen konnten, nicht mehr vertragen. Im allgemeinen sollten diese Nebenerscheinungen unbedenklich sein. Wenn Sie jedoch über Nebenwirkungen der Therapie besorgt sind, suchen Sie Ihren Arzt auf. Nach und nach sollten Sie mit Hilfe Ihres IGS langsam Gewicht abnehmen. Das Ausmaß der Gewichtsreduktion ist je nach Patient verschieden. Jüngere Patienten, Patienten, die körperlich aktiver sind und Patienten, die sich fettarm ernähren (weniger als 30 % Fett), nehmen stärker ab. Ältere und weniger aktive Patienten sowie Personen mit einer fetthaltigen Ernährung nehmen erwartungsgemäß weniger ab.
Beachten Sie, daß das Risiko der Gallensteinbildung in Zeiten einer Gewichtsabnahme größer ist. Dabei spielt es keine Rolle, welche Methode zur Gewichtsreduktion verwendet wird. Krankheiten wie Diabetes (Blutzuckererkrankung), schwächen das Immunsystem. Bei einem geschwächten Immunsystem steigt das Infektionsrisiko im Zusammenhang mit dem Implantat. Ein infizierter IGS muß entfernt werden, damit die Infektion erfolgreich behandelt werden kann. Sollten Sie sich später einer anderen Operation unterziehen müssen, ist es wichtig, den Arzt oder Zahnarzt darüber zu informieren, daß Sie einen Gastrostimulator tragen. Sie müssen dem Arzt oder Zahnarzt die entsprechende Kontaktadresse mitteilen, damit er mit dem Arzt, der das IGS implantiert hat, in Verbindung treten kann.
Sie dürfen sich nach der Implantation des IGS keiner Kernspintomographie (MRT) unterziehen. Es kann jedoch problemlos eine konventionelle Röntgenuntersuchung oder Computertomographie durchgeführt werden. Sollten Sie sich einer
Kernspintomographie unterzogen haben, lassen Sie den IGS so schnell wie möglich von Ihrem Arzt überprüfen, da er u. U. neu programmiert werden muß.
5.2 Körperliche Bewegung
Der IGS sollte weder Ihren normalen Tagesablauf noch Ihre Bewegungsfreiheit in irgendeiner Weise einschränken. Wenden Sie sich jedoch an Ihren Arzt, bevor Sie rege körperliche Anstrengungen unternehmen, wie z. B. anstrengenden Sport treiben oder sexuell aktiv werden. Für die sportliche Betätigung sollten aerobe Übungen geringer Intensität ("low-impact") anaeroben Übungen hoher Intensität ("high-impact") vorgezogen werden. Spazierengehen oder Laufen auf einem Cross-Trainer ist wahrscheinlich die beste Art von Sport, die Sie wählen können. Der IGS kann wie jedes andere implantierbare Gerät durch direkte Gewaltanwendung, wie z. B. bei einem starken Schlag gegen den Bauch oder die Brust im Implantationsbereich, beschädigt werden. Schützen Sie Ihren Körper so gut wie möglich gegen diese Art von Verletzung. Wird Ihr IGS dennoch von einem derartigen Schlag getroffen, sollten Sie ihn von Ihrem Arzt überprüfen lassen, um sicherzustellen, daß er nach wie vor ordnungsgemäß funktioniert.
Auswählen eines geeigneten Ausdauertrainingsprogrammes für die Patienten
Regel für Gesundheitssport:
- Mindestens dreimal die Woche
- Mindestens eine halbe Stunde
- so intensiv, daß man gerade leicht zu schwitzen beginnt,
- aber sich dabei gerade noch mit jemandem unterhalten könnte
5.3 Ernährung
Da der IGS Ihnen dabei helfen sollte, weniger zu essen, brauchen Sie Ihre Ernährung nicht radikal umzustellen. Wie bereits erwähnt, können Sie jedoch stärker abnehmen, wenn Sie Nahrungsmittel mit einem hohen Fettgehalt, wie z. B. Käse, Pommes frites, Schokolade und Eiskrem, vermeiden. Ihr Arzt wird Sie wahrscheinlich über die für Sie beste Ernährung beraten.
Die besten Ergebnisse werden mit individualisierten Diäten mit mäßigem Energiedefizit erzielt, die fettrestriktiv und ballaststoffreich sind:
Die individualisierte Diät mit mäßigem Energiedefizit hat zum Ziel, die Energieaufnahme auf den tatsächlichen Energieverbrauch des übergewichtigen Patienten abzustimmen. Die Richtlinien der Diät basieren auf den gleichen Prinzipien, die auch für nicht-Übergewichtige empfohlen werden, d.h. daß die Gesamtfettaufnahme auf 30 % oder weniger der Gesamtkalorien limitiert wird, Protein auf 15 % und Kohlenhydrate (hauptsächlich komplexe Kohlenhydrate) auf 55 %.
Regel für die Ernährung:
wenig Fett und Zucker
mäßig Eiweiß
reichlich Kohlenhydrate
viel Ballaststoffe
Woher kommen die vielen Kalorien?
Die tägliche Energieaufnahme setzt sich aus jeglicher Nahrung und Flüssigkeiten mit kalorischem Wert zusammen, die man zu sich nimmt. Wie in der Tabelle dargestellt, haben die in den Lebensmitteln vorhandenen Nährstoffe einen unterschiedlichen Energiegehalt.
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Nährstoff |
Energiebeitrag (in kcal/g) |
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Fett |
9,3 |
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Alkohol |
7,1 |
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Eiweiß |
4,1 |
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Kohlenhydrate |
4,1 |
|
Ballaststoffe |
2,0 |
Daraus ist zu erkennen, daß das Hauptproblem für die Entstehung von Übergewicht in dem mit der Nahrung aufgenommenem Fett (vor allem in Form versteckter Fette in Wurst und Käse) zu suchen ist; hingegen können und sollen Kohlenhydrate, die vor allem in ballaststoffreichen Lebensmitteln (Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Obst) vorkommen, in größeren Mengen gegessen werden.
Eiweißhältige Lebensmittel, Fleisch und Wurst, sind meistens sehr fettreich und deshalb problematisch. Diese sollten auch deshalb nur mäßig aufgenommen werden, da sie die Nieren belasten und zu Gicht führen können.
Tips zum Einkaufen!
(Vorher reichlich trinken oder ein Stück Obst essen)
Warum ist das so wichtig?
Was man einkauft, bringt man auch nach Hause.
Was man nach Hause bringt, kommt in den Kühlschrank oder in den Vorratsraum.
Und was einmal dort ist, kommt in die Töpfe und Pfannen.
Was in den Töpfen und Pfannen ist, kommt auf den Tisch.
Und was auf dem Tisch ist kommt auf den Teller.
Was einmal auf dem Teller liegt, ißt man bekanntlich auch meistens auf - bis jetzt zumindest!
5.4 Medikamente
Ihr IGS sollte keinen negativen Einfluß auf die von Ihnen üblicherweise eingenommenen Medikamente ausüben. Im allgemeinen sollten Sie jedoch keine Medikamente einnehmen, die nachweisbar zur Bildung von Magengeschwüren führen. Dazu zählen Aspirin und nichtsteroidale Antirheumatika, wie z. B. Ibuprofen. Fragen Sie Ihren Arzt. Falls Sie diese Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie diese in flüssiger Form und nicht als Tablette wählen, da die in flüssiger Form verabreichten Medikamente die Magenschleimhaut, an der die Elektroden des Leitungsdrahtes befestigt wurden, weniger belasten.
Alle Medikamente, die zur Entstehung von Magengeschwüren führen können, erhöhen das Risiko eines
unerwünschten Vordringens des Leitungsdrahtes in den Magen. Dazu zählen Aspirin und nichtsteroidale Antirheumatika sowie illegale Substanzen wie Kokain, die nachweislich das Risiko von Magengeschwüren und des Magendurchbruchs erhöhen.5.5 Wie wird das IGS-System durch andere Geräte und ärztliche Eingriffe beeinflußt
Die meisten Geräte des täglichen Lebens-ordnungsgemäß funktionierende Mikrowellenherde, Mobiltelefone, elektrische Zündsysteme, Stromkabel usw.-beeinträchtigen in keiner Weise die Funktion Ihres IGS. Starke Magneten, Haarschneidegeräte, Vibratoren, Lautsprecher und ähnliche elektrische oder elektrotechnische Geräte mit einem starken statischen oder magnetischen Feld können dazu führen, daß der IGS stimulierende Impulse auszusenden beginnt. Halten Sie einen Abstand von mindestens 15 cm zwischen diesen Geräten und der IGS-Implantationsstelle ein. Sollte der IGS aussetzen, wenn Sie sich in der Nähe eines starken elektromagnetischen Feldes aufhalten, verlassen Sie diesen Bereich, damit das Gerät wieder den normalen Betrieb aufnehmen kann.
Einige ("begehbare") Metalldetektoren, wie sie z. B. auf Flughäfen, in öffentlichen Bibliotheken usw. zu finden sind, können, wenn sie durchschritten werden, die vom IGS ausgehende Stimulation erhöhen. Zeigen Sie in diesem Fall dem zuständigen Personal Ihren Ausweis, aus dem ersichtlich ist, daß Sie einen IGS tragen, und deuten Sie auf die Stelle hin, an der das Gerät implantiert ist, damit sie vom Personal mit einem Handgerät überprüft werden kann. Das Gerät kann durch einige medizinische Therapien, wie z. B. Defibrillation, Elektrokaustik, medizinische Diathermie, Lithotripsie, Kernspintomographie (MRT) und therapeutische Bestrahlung, negativ beeinflußt und nachhaltig beschädigt werden. Sie müssen dafür sorgen, daß alle Personen, von denen Sie ärztlich versorgt werden, darüber informiert sind, daß Ihnen ein Gastrostimulator eingepflanzt wurde und wo sich dieser befindet. Das medizinische Personal wird sich mit höchster Wahrscheinlichkeit mit dem Arzt in Verbindung setzen wollen, der das Gerät implantiert hat, um vor den oben angeführten Eingriffen nähere Informationen einzuholen. Nach Anwendung der oben angeführten Therapien ist es empfehlenswert, den Betrieb des Gerätes vom Arzt, der die
Implantation durchgeführt hat, überprüfen zu lassen. Die stimulierenden Impulse, die von Ihrem IGS ausgesandt werden, sind auf einem konventionellen Elektrokardiogramm ersichtlich. Informieren Sie Ihren Arzt/Herzspezialisten darüber, daß Sie einen Gastrostimulator tragen, damit dieser die Wirkung des IGS beim Ablesen des Kardiogramms berücksichtigen kann.
5.6 Ausweis- und Patientenregistrierung
Innerhalb von zwei Wochen, nachdem Ihr Arzt die Unterlagen zur Patientenregistrierung abgeschickt hat, sollten Sie einen ständigen Patientenausweis in Hartplastikfolie erhalten. Es ist sehr wichtig, daß Sie diesen Ausweis stets bei sich tragen-für den Fall, daß Sie ihn dem Sicherheitspersonal am Flughafen, einem Arzt oder einer Krankenschwester zeigen müssen. Auf dem Ausweis ist die Telefonnummer Ihres Arztes vermerkt. Wenn Ihr Arzt das Patienten-Anmeldeformular einsendet, werden Daten über Sie und das eingepflanzte Gerät dauerhaft in das Patientenverzeichnis bei Transneuronix eingegeben. Falls Ihr Arzt oder ein andere Mediziner Fragen über das Gerät oder dessen Funktionsweise hat, können die entsprechenden Daten bei Transneuronix telefonisch abgefragt werden.
6.
Austausch des IGS-SystemsDer IGS wird von einer Batterie betrieben, die wie jede andere Batterie früher oder später ausgewechselt werden muß. Die Lebensdauer Ihrer Batterie hängt von den programmierten Einstellungen und anderen Faktoren, die zur Entladung der Batterie beitragen, ab. Sind bei Ihrem Gerät die durchschnittlichen (nominalen) Einstellungen programmiert, beträgt die Lebensdauer ca. 53 Monate. Nominale Einstellungen sind Einstellungen für einen breiten Anwendungsbereich, die bei den meisten Patienten wirksam eingesetzt werden können. Ihr Arzt überwacht mit einem Programmiergerät und der entsprechenden Software die Funktion Ihres Gerätes und überprüft bei jeder Kontrolluntersuchung die Batterieleistung. Sinkt die Batterieleistung so weit ab, daß das Gerät bald ausgetauscht werden muß, erscheint eine entsprechende Nachricht auf dem Bildschirm des Programmiergerätes. Wenn die Batterie vollständig entladen ist, muß der IGS komplett ausgetauscht werden. Falls jedoch der Leitungsdraht noch einwandfrei funktioniert, kann er weiterhin verwendet werden. Muß nur der Gastrostimulator ausgetauscht werden, kann dies mit einem einfachen, schnellen Eingriff erledigt werden, der in den meisten Fällen unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Manchmal treten bei diesem Eingriff jedoch Komplikationen auf, die eine Laparoskopie unter Vollnarkose erforderlich machen. Ihr Arzt informiert Sie genau über die für den Austausch des Gerätes notwendige Operation und plant die Operation so ein, daß Ihre Therapie ohne Unterbrechung fortgesetzt werden kann.
Adipositas ist eine chronische Krankheit, die ein Leben lang behandelt werden muß. Wird eine zur Behandlung krankhafter Fettleibigkeit durchgeführte Operation rückgängig gemacht, nimmt der Patient meist das zwischenzeitlich abgenommene Gewicht wieder zu. Wird der IGS bei vollständiger Entladung der Batterie nicht ausgetauscht, werden Sie voraussichtlich das bis zu diesem Zeitpunkt abgenommene Gewicht bald teilweise oder ganz wieder zunehmen.
7.
Häufig gestellte Fragen1. Was ist eine Gastrostimulation?
Gastrostimulation bzw. Magenstimulation ist eine Therapie zur Gewichtsreduktion, bei der die Magenwand des Patienten mit schwachen elektrischen Impulsen stimuliert wird. Diese Stimulation ändert u. a. die motorische Magenaktivität.
2. Was ist ein Implantierbarer Gastrostimulator (IGS)?
Der IGS ist ein Gerät, das elektrische Impulse an den Magen sendet und dadurch eine Gewichtsreduktion herbeiführt. Der IGS enthält eine Spezialbatterie und Elektronik zur Aussendung stimulierender Impulse an die Magenmuskulatur.
3. Kann ich mit Hilfe des IGS Gewicht abnehmen?
Elektrische Stimulation hat sich bei vielen Arten der Gewichtsreduktion als eine wirksame Maßnahme erwiesen. Der Grad der Gewichtsabnahme ist jedoch unterschiedlich. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Gewichtsreduktion sind von Patient zu Patient verschieden.
4. Was spürt man bei einer Gastrostimulation?
Die meisten Menschen spüren während einer Gastrostimulation nichts. Manche Patienten spüren jedoch in dem Bereich der Magenwand, wo der IGS befestigt ist, ein leichtes Kribbeln unter der Haut. Andere nehmen eine Empfindung in der linken Schulterblattgegend wahr, wenn sie zu viel essen.
5. Kann ich die Stärke der stimulierenden Impulse ändern?
Nein. Ihr Arzt stellt alle Parameter des Gerätes ein. Es können verschiedene Frequenzen (Anzahl der Impulse pro Sekunde), Amplituden (Reizintensität) und Impulsbreiten (Reizdauer pro Impuls) eingestellt werden.
6. Kann ich meinen IGS ein- und ausschalten?
Nein. Auch hier gilt: Das Gerät wird nur von Ihrem Arzt programmiert.
7. Wie lang ist die Lebensdauer der IGS-Batterie?
Die Lebensdauer der Batterie hängt davon ab, wie viele Stunden am Tag der IGS aktiv ist und wie stark die Stimulation sein muß, um eine Gewichtsreduktion zu bewirken. Ihr Arzt kann nach Einstellung der IGS-Parameter die ungefähre Lebensdauer des Gerätes abschätzen.
8. Kann die Batterie wieder aufgeladen werden?
Nein. Wenn die Batterie leer ist, muß der IGS (außer dem Leitungsdraht) komplett ausgetauscht werden.
9. Wie wird die Batterie ausgetauscht?
Um die Batterie zu wechseln, muß Ihr Arzt bei einem chirurgischen Eingriff den ganzen IGS auswechseln.
10. Schränkt der IGS meine Bewegungsfreiheit ein?
Im allgemeinen nicht. Sie sollten jedoch Ihren Arzt bezüglich außerordentlich anstrengender Aktivitäten, wie z. B. dem Heben schwerer Gegenstände oder der Teilnahme an Kontaktsportarten, konsultieren.
11. Wie groß ist ein IGS?
Der IGS hat eine ovale Form und ist an seiner längsten Stelle ca. 60 mm lang. An seiner breitesten Stelle ist der IGS ca. 54 mm breit. Das Gerät ist 10,3 mm dick.
12. Ist der IGS durch die Kleidung sichtbar?
Ihr Arzt wird versuchen, den IGS an einer Stelle anzubringen, die sowohl bequem als auch kosmetisch vertretbar ist. In den meisten Fällen ist der eingepflanzte IGS nicht sichtbar.
13. Was passiert, wenn der IGS nicht mehr funktioniert?
Sie merken entweder überhaupt nichts oder es wird Ihnen bewußt, daß die Stimulation oder Kontraktion ausgesetzt hat, und Ihre Eßgewohnheiten werden mit ziemlicher Sicherheit wieder in das vor der Implantation/Aktivierung des IGS gewohnte Muster verfallen. Suchen Sie in diesem Fall unbedingt Ihren Arzt auf!
14. Was hat es zu bedeuten, wenn ich die Stimulation nur ab und zu spüre?
Es kann sein, daß das Gerät von Ihrem Arzt so programmiert wurde, daß es nur zu bestimmten Zeiten aktiv ist und Impulse aussendet. Ihre Therapie wird in regelmäßigen Abständen aktiviert und deaktiviert. Solange Sie planmäßig abnehmen, sollten Sie keinen Grund zur Besorgnis haben.
15. Gibt der IGS irgendwelche Geräusche von sich?
Nein.
16. Wird die Funktion des IGS von einem Mikrowellenherd beeinträchtigt?
Nein.
17. Wie oft sollte der IGS von meinem Arzt überprüft werden?
Im allgemeinen sollte der IGS einmal pro Jahr überprüft werden. Es kann jedoch vorkommen, daß Patienten je nach ihrer individuellen Verfassung öfter zu einer Kontrolluntersuchung bestellt werden.
18. Welche Komplikationen oder Wechselwirkungen sind zu erwarten?
Der Magenschrittmacher ist eine völlig neue Methode zur Behandlung der krankhaften Fettleibigkeit wobei bisher noch keine Komplikationen beobachtet wurden.
Mögliche Komplikationen und Wechselwirkungen können sein:
| Design und Sevice |
| Internet Consulting Medical |